Unternehmerkapital

Unternehmerkapital

Neues Nachrangdarlehen

Seit dem 1. März 2004 kann eine neue langfristige Nachrangfinanzierung für Investitionen beantragt werden. Für dieses Nachrangdarlehen müssen keine Sicherheiten gestellt werden. Das Programm Unternehmerkapital ist mit langen tilgungsfreien Anlauf-Zeiten ausgestattet, so dass der Unternehmer Spielraum erhält, in der Zwischenzeit die Eigenkapitaldecke zu verbessern. Unter der Programmfamilie „Unternehmerkapital“ werden drei Bausteine angeboten: für Gründer, für junge Unternehmen in der Wachstums-Phase und für etablierte Mittelständler. Die einzelnen Bausteine sind Weiterentwicklungen der bestehenden Programme ERP Eigenkapitalhilfe und Kapital für Arbeit. Beide Programme werden in die Programmfamilie Unternehmerkapital integriert. Die wichtigsten Details zu den unterschiedlichen Bausteinen des Unternehmerkapitals:

Existenzgründer und junge Unternehmen bis 2 Jahre nach Geschäftsaufnahme

  • Es können Investitionen, Warenlager und Markterschließungskosten finanziert werden.
  • Die Laufzeit beträgt 15 Jahre, die Tilgung beginnt erst nach 7 Jahren
  • Der Kreditnehmer haftet persönlich für den Kredit, muss aber darüber hinaus keine Sicherheiten stellen. Die Banken sind von der Haftung freigestellt.
  • Die vorhandenen Eigenmittel des Antragstellers können mit dem ERP-Kapital für Gründung auf bis zu 40 Prozent des Finanzierungsbedarfs aufgestockt werden. Der Rest wird durch die Hausbank finanziert.
  • Pro Antragsteller können max. 500.000 EUR beantragt werden.
  • Der Nominalzinssatz steigt nach derzeitigem Stand von 0,0 Prozent im 1 Jahr bis auf 5,0 Prozent im vierten Jahr. Danach beträgt er z.Z. 6,00 Prozent in den neuen und 6,25 Prozent in den alten Bundesländern.

Unternehmen, deren Geschäftsaufnahme mehr als zwei und höchstens fünf Jahre zurück liegt:

  • Es können Investitionen und Warenlager finanziert werden.
  • Die Laufzeit beträgt 15 Jahre, die Tilgung beginnt erst nach 7 Jahren.
  • Das Unternehmen muss keine Sicherheiten stellen. Die Banken sind von der Haftung freigestellt.
  • Es können bis zu 40 Prozent des Vorhabens finanziert werden. Der Rest wird durch die Hausbank finanziert.
  • Pro Vorhaben eines Antragstellers können max. 500.000 EUR beantragt werden.
  • Der Nominalzinssatz beträgt bei mittlerer Bonität nach derzeitigem Stand 6,90 Prozent p.a. in den neuen, und 7,15 Prozent p.a. in den alten Bundesländern

Etablierte Unternehmen, die seit mehr als fünf Jahren am Markt tätig sind:

  • Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden.
  • Das Darlehen besteht in gleicher Höhe aus einer Fremdkapital— und einer Nachrangtranche, die fest miteinander verbunden sind.
  • Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Die Tilgung für die Fremdkapitaltranche setzt nach 2 Jahren ein, die Tilgung für die Nachrangtranche nach 7 Jahren.
  • Für die Nachrangtranche müssen keine Sicherheiten gestellt werden.
  • Die Hausbank ist für die gesamte Nachrangtranche von der Haftung befreit.
  • Pro Vorhaben eines Antragstellers können max. 2 Mio. EUR also jeweils 1 Mio. EUR Fremdkapital und Nachrangtranche — beantragt werden.
  • Der Nominalzinssatz beträgt bei mittlerer Bonität nach derzeitigem Stand 7,37 Prozent p.a. Im zweiten und dritten Baustein des Programms, also bei der Wachstumsvariante und der Variante für etablierte Unternehmen, gelten je nach Risikolage des geförderten Unternehmens unterschiedliche Zinssätze. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Kreditnehmer eine Risikoprämie in der Höhe zahlt, die aus seinem statistischen Ausfallrisiko abgeleitet ist. Unternehmen mit guter Bonität profitieren also von niedrigen Zinssätzen, schwächere Unternehmen erhalten durch die risikogerechte Preisgestaltung weiter Zugang zu Kapital.